Normalerweise liebt Hansi Flick es, das Gras zu riechen, die Atmosphäre zu spüren. Der oberste Fußballtrainer des Landes wirkt da oft nicht anders als der gewöhnliche Fan. Am Mittwochabend aber saß Flick nicht im heißen Sevilla, sondern im heimischen Bammental vor dem Fernseher, wo er, wie neun Millionen Deutsche vor den Bildschirmen, die europäische Sternstunde der Frankfurter Eintracht verfolgte.

„Mitgefiebert“ habe er, sagte Flick tags darauf in einer Medienrunde, bei der es um seine Planungen für die kommenden Länderspiele und die weitere WM-Saison gehen sollte, zu deren Beginn er aber erst einmal der Eintracht eine höchstinstanzliche Gratulation aussprach: für die „Krönung einer herausragenden Leistung“ in der Europa League. „Das“, sagte Flick, „tut dem deutschen Fußball sehr gut.“

Trapp „sensationell“

Dass er nicht in Sevilla war, dürfte damit zu tun haben, dass es dort für ihn hauptberuflich nicht so viel zu tun gab, denn auch wenn Eintracht Frankfurt inzwischen in puncto Fan-Sympathie als Eintracht Deutschland firmieren darf, ist der Kreis an Spielern, die für das deutsche Nationaltrikot in Frage kommen, doch sehr überschaubar.

Aktuell ist das lediglich Kevin Trapp, dessen Beitrag zum Frankfurter Meisterstück Flick auch durch die Mattscheibe gestochen scharf erkannt hatte. „Sensationell“ habe der Torhüter der Eintracht kurz vor Schluss reagiert und dann ja auch den „entscheidenden Elfmeter“ gehalten.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link