Große Ziele, große Schwierigkeiten: Hansi Flick muss gleich zum Start ins WM-Jahr umplanen. Die Verletzung von Niklas Süle zwingt den Bundestrainer vor seiner ersten Kadernominierung am Freitag zu neuen Abwehrüberlegungen. Durch den Muskelfaserriss des Bayern-Verteidigers fehlt Flick nach Jonas Hofmann von Borussia Mönchengladbach und Robin Gosens von Inter Mailand schon die dritte auch für die Fußball-WM in Qatar fest eingeplante Defensivkraft.

Süles kurzfristiger Ausfall für den Jahresstart der DFB-Auswahl mit den Testspielen gegen Israel am 26. März in Sinsheim und drei Tage später gegen die Niederlande in Amsterdam verdeutlichen die stete Gefahr in den kommenden acht Monaten bis zum WM-Anpfiff am 21. November. Als erfahrener Trainer weiß Flick nämlich, wie fragil Planungen für ein Turnier sind.

Größte Gefahrenherde sind Formkrisen und eben noch mehr Verletzungen. Das vergangene Wochenende lieferte schon vor dem Süle-Aus den Beweis mit der schweren Kreuzbandverletzung von Leverkusens Supertalent Florian Wirtz (18). Auch Flick war „spontan erstmal geschockt.“

Flick sichtete vor seiner Kaderbekanntgabe bis zum letzten Moment. Am Mittwochabend war er in Mainz, um beim Bundesliga-Nachholspiel des FSV gegen Borussia Dortmund (0:1) Kandidaten zu begutachten. Am Freitag werden von Flick bei der Bekanntgabe seines ersten Kaders im WM-Jahr erste Fingerzeige für das große Titelziel erwartet.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link