Der 1. FC Union Berlin hat sein Kruse-Tief vorerst überwunden und sich schon mal auf das brisante Haupstadt-Derby eingestimmt. Leidtragender war zum Auftakt des 28. Spieltages der Fußball-Bundesliga der einstige Publikumsheld Steffen Baumgart: Der Ex-Unioner kassierte als Coach mit dem 1. FC Köln am Freitagabend ein 0:1 (0:0) und damit auch einen Dämpfer im Kampf um das internationale Geschäft. Dank des zweiten Sieges – im achten Spiel – seit dem Weggang von Torjäger Max Kruse zogen die Unioner mit 41 Punkten in der Tabelle an Köln vorbei.

Das einzige Tor fiel nach einem üblen Fehlpass von Ex-Nationalspieler Jonas Hector. Vor 22.012 Zuschauerinnen und Zuschauern im erstmals seit November wieder vollbesetzten Stadion An der Alten Försterei nutzte Taiwo Awoniyi in der 49. Minute die Gelegenheit zu seinem zwölften Saisontor.

Abendspiel, Flutlicht, und endlich wieder ein volles Haus. Seit dem Derbysieg gegen die Hertha am 20. November mussten die Eisernen wegen der Corona-Beschränkungen, die seit Freitag in Berlin aufgehoben sind, auf ihr besonderes Stadion-Erlebnis warten. Entsprechend stimmungsvoll ging es zu, samt Pyrotechnik und frenetischer Unterstützung.

Seit langem war das Stadion an der alten Försterei mal wieder voll – und die Ultras machten mit Pyrotechnik auf sich aufmerksam.


Seit langem war das Stadion an der alten Försterei mal wieder voll – und die Ultras machten mit Pyrotechnik auf sich aufmerksam.
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Bild: Reuters

Und beinahe hätten die Köpenicker ihren Fans gleich einen Traumstart beschert. Doch nach einem feinen Pass von Sheraldo Becker nach 58 Sekunden versprang Awoniyi der Ball, sonst wäre der Nigerianer frei durch gewesen. Viele Chancen gab das Spiel nicht her. Becker aus spitzem Winkel (25.), dazu Rani Khedira mit einem Distanzschuss neben das Tor (35.) waren noch die besten Berliner Aktionen im ersten Durchgang.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link