Hertha BSC und Trainer Felix Magath ist die vorzeitige Rettung in der Fußball-Bundesliga in letzter Sekunde aus der Hand geglitten, Arminia Bielefeld hofft derweil wieder auf den Klassenverbleib. Abwehrspieler Joakim Nilsson rettete dem Tabellenvorletzten aus Bielefeld beim 1:1 (0:0) im Keller-Duell des drittletzten Spieltags in der Nachspielzeit den Punkt und die realistische Hoffnung auf den Klassenverbleib. Auf den VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz haben die Ostwestfalen zwei Punkte Rückstand.

Die Berliner sind angesichts von vier Zählern Vorsprung auf den VfB und sechs auf die Arminia weiter auf dem besten Weg Richtung Klassenerhalt. Doch der wäre schon am Samstag beinahe fix gewesen. Nach dem 1:0 durch Luca Tousart (55.) sah Hertha lange wie der sichere Sieger und damit wie gesichert aus. Das 1:1 von Stuttgart im Parallelspiel gegen Wolfsburg zerstörte die Rettungs-Feier, Nilssons Ausgleich wenige Sekunden später auch die für den Sieg.

Magath hatte vor dem Spiel offenbar geflunkert, als er öffentlich den Wechsel zu Doppelspitze erwogen hatte; Davie Selke begann alleine im Sturm. Dafür gab es bei der Arminia eine Überraschung im Angriff. Erstmals stand Burak Ince in der Startelf – und das, obwohl der 18-Jährige in der Vorwoche nach seiner Einwechslung in Köln eine Großchance zum 2:2 vergeben hatte und untröstlich war.

Die am „Nachhaltigkeits-Spieltag“ im anthrazit farbenen Sondertrikot mit der Aufschrift „Niemand erobert den Teutoburger Wald“ aufgelaufenen Gastgeber überließen der Hertha erstaunlich bereitwillig Ball und Initiative. Die Berliner machten in einer sehr ereignisarmen ersten Halbzeit wenig daraus, wurden nur zweimal wirklich gefährlich.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link