Felix Magath muss mit Hertha BSC weiter bangen und jetzt dem FC Bayern München die Daumen drücken. Durch das 1:2 (0:1) gegen den 1. FSV Mainz 05 verpasten die Berliner am Samstagabend den möglichen vorzeitigen Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga. Silvan Widmer (25. Minute) und Stefan Bell (81.) verdarben der Hertha und ihrem als Retter im März geholten Trainer Magath mit ihren Toren die erhoffte Feier vor den eigenen Fans. Davie Selke (45.+5) gelang mit seinem Foulelfmeter nur der zwischenzeitliche Ausgleich.

Bei vier Punkten Vorsprung auf den VfB Stuttgart ist die Hertha noch an diesem Wochenende gerettet, wenn die Schwaben am Sonntag bei den Bayern verlieren. Allerdings: Gelingt Stuttgart ein Unentschieden bei dem zuletzt lethargischen Meister, muss die Hertha am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund punkten, sonst droht womöglich doch noch Platz 16 und die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten.

Der Rahmen stimmte eigentlich für eine Berliner Klassenverbleibsparty. Das Olympiastadion mit 71.548 Zuschauern war fast ausverkauft und die Hertha-Profis überraschten mit einer cleveren Geste. Kurz vor dem Anpfiff beendeten sie ihren Fan-Boykott wegen des Trikot-Zoffs mit ihren Anhängern nach der Derbyniederlage gegen Union Berlin im April und liefen kollektiv in die Ost-Kurve. Der Funke sprang über, die Unterstützung war da.

Magath setzte auch wieder auf den Kniff mit dem ganz blauen Auswärtsshirt, das beim 2:0 im vorherigen Heimspiel gegen Stuttgart als Glücksbringer funktioniert hatte. Wie gegen die Schwaben rannte die Hertha auch sofort mutig an. Selke (5.) fiel der Ball nach einem Ausrutscher von Alexander Hack vor die Füße, doch der Stürmer verzog.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link