Union Berlin hat den Derby-Hattrick perfekt gemacht und die Abstiegssorgen von Felix Magath bei Hertha BSC verschärft. Der frühere Herthaner Genki Haraguchi (31. Minute), Grischa Prömel (53.), Sheraldo Becker (74.) und Sven Michel (85.) schossen die überlegenen Eisernen zum 4:1 (1:0)-Sieg im emotionalen Hauptstadtduell. Ein Eigentor von Timo Baumgartl (49.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich vor 74.667 Zuschauern im erstmals seit Januar 2020 ausverkauften Olympiastadion und ein bisschen Hertha-Hoffnung gesorgt.

Für Union war es am Samstagabend nach dem 2:0 im Liga-Hinspiel und dem 3:2 im DFB-Pokal-Achtelfinale der dritte Derby-Sieg in dieser Saison und der erste Bundesliga-Sieg im Stadion der Charlottenburger. Die Eisernen unterstrichen ihre Europapokal-Ambitionen und stehen weiter auf Platz sieben. Es ist zudem der höchste Derby-Sieg gegen die Hertha für die Köpenicker.

Hertha konnte die Niederlagen der Konkurrenz aus Augsburg, Stuttgart und Bielefeld nicht nutzen und bleibt nach der Niederlage mit 26 Punkten Tabellenvorletzter. In den kommenden drei Wochen geht es nun genau gegen diese drei Konkurrenten um wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Nach langer Corona-Pause kehrten die Hertha-Ultras zurück ins Olympiastadion. Zum Anpfiff rollten sie ein riesiges Banner mit Berliner Sehenswürdigkeiten darauf aus. Pyrotechnik sorgte für Rauchschwaden, Böller knallten. „Windhorst und Gegenbauer raus“, hieß es auf einem großen Plakat über den Clinch zwischen Investor und Präsident.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link