Kein Sieg – aber trotzdem viele gute Gefühle. „Wir gehen jetzt mit großer Vorfreude in den Endspurt“, sagte Oliver Glasner. „Jetzt geht es in die Crunchtime. Jetzt ist jedes Spiel ein Finale.“ Die Partie am Donnerstag, die der Frankfurter Trainer bei bestem Frühlingswetter von seiner Mannschaft zu sehen bekam, war kein Finale, sondern ein Kräftemessen in aller Freundschaft.

Der 1. FC Nürnberg, der einstige Relegationsgegner von 2016, hatte sofort zu diesem Test in der Länderspielpause zugesagt, denn schließlich galt es, in Schwung zu bleiben. Die Nürnberger in der zweiten Liga, die Frankfurter in der ersten. „Wir wollen den Elan der vergangenen Wochen mitnehmen“, sagte Eintracht-Coach Glasner nach dem 1:1.

Lange Zeit sah es nach einem hochverdienten Sieg für die ballsichere Eintracht aus, die Goncalo Paciencia mit einem artistischen Kopfball und mit dem Rücken zum Nürnberger Tor stehend in Führung gebracht hatte (10. Spielminute). Doch als im zweiten Spielabschnitt nach und nach frisches Personal zum Einsatz kam und die Dominanz der Eintracht etwas nachließ, schafften die Franken durch Pascal Köpke doch noch den Ausgleich (80.). Schon in der Szene zuvor hätte der „Club“ treffen können. Doch der ansonsten sehr zurückhaltende Frankfurter Nachwuchsspieler Dario Gebuhr klärte in höchster Not.

Es war ein kurzweiliger Test, der seinen Sinn erfüllte. Vor einer längeren Auszeit kamen Spieler zum Einsatz, die sonst nicht immer im Blickpunkt stehen. Beispielsweise Aymen Barkok. Der Frankfurter Marokkaner war am Donnerstag der auffälligste Profi. Nahezu jeder Aufbau und Angriff lief über den technisch gefälligen Barkok, der sich auch nicht scheute, sich in Zweikämpfen zu behaupten. An zentraler Abwehrposition war Makoto Hasebe ein umsichtiger Stratege, dessen Künste im kommenden Bundesligaspiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth (Samstag, 2. April, 15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) gefragt sein werden.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link