Seht her, ich war es mal wieder! Karim Benzema ist in herausragender Form.

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Mit sagenhaften Toren wurde Real Madrids Karim Benzema zum König der Champions League. Die letzten Wochen waren einfach nur Wahnsinn. Jetzt weiß jeder, wer er ist. Der Weg dorthin war allerdings lang.

Was würden wir vermissen, wenn zwei so unterschiedliche Spielertypen wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nicht ein volles Jahrzehnt den internationalen Fußball dominiert hätten? Die Antwort ist leicht: unendlich viel. Eine andere, schwierigere Frage stellt sich in den vergangenen Jahren den Fans von Real Madrid: Was wäre aus Karim Benzema geworden, hätte er nicht neun Jahre lang uneigennützig Cristiano Ronaldo gedient? Ihm die Bälle zugespielt, er, der Neuner, der weltberühmten Nummer sieben? Was wäre gewesen, hätte Benzema dem gestylten Modellathleten nicht Platz für seine Selbstfeier gelassen, für Jubelposen und Ego-Paraden?

Wir werden es nie erfahren. Benzema war nie der Ellenbogentyp, sondern der ideale Partner. Aber wir weigern uns, nur die unfassbare Tor­bilanz von CR7 beim spanischen Rekordmeister – 450 Treffer in 438 Pflichtspielen – gelten zu lassen. Die Wahrheit, so glauben sie inzwischen in Madrid, liegt irgendwo im Traumreich der Möglichkeiten begraben, in den Spielen, die nie stattgefunden haben, und den Phantasietoren, die nie gefallen sind.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link