Das Amtsgericht Hamburg-Altona hat die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Fußball-Profi Bakery Jatta vom Hamburger SV abgelehnt. „Das Amtsgericht Hamburg-Altona hat die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, da es nach dem vorliegenden Ermittlungsergebnis keinen hinreichenden Tatverdacht gegen den Angeschuldigten sieht“, teilte das Hanseatische Oberlandesgericht am Dienstag mit.

Zuvor hatte Jattas Anwalt Thomas Bliwier einen entsprechenden Bericht des „Hamburger Abendblatts“ bestätigt. „Die Bild-Zeitung und die Staatsanwaltschaft wurden deutlich in die Schranken gewiesen“, sagte Bliwier: „Das Gericht hat bestätigt, was wir immer gesagt haben: Es gibt keinerlei Tatverdacht und keinen Anlass für weitere Ermittlungen. Das ist ausermittelt.“

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte im Dezember vergangenen Jahres Anklage gegen den HSV-Spieler erhoben. Nach Auffassung der Behörde soll es sich bei ihm tatsächlich sich um den zweieinhalb Jahre älteren Bakary Daffeh handeln. Dem Gambier waren Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz in vier Fällen sowie in einem weiteren Fall mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen worden. Die ersten Vorwürfe hatte es im August 2019 gegeben. Die Sport Bild hatte damals mit einem Bericht Zweifel an Jattas Identität aufgeworfen. Denn als 17-Jähriger und damit Minderjähriger unterlag Jatta anderen Kriterien für eine Bleibeberechtigung.

Die darauffolgenden Ermittlungen führten zu keinem Ergebnis. Die Staatsanwaltschaft Bremen und das Hamburger Bezirksamt Mitte stellten im Spätherbst 2019 nach monatelanger intensiver Prüfung ihre Ermittlungen zunächst ein. Zudem bestätigten gambische Behörden die Echtheit der Jatta-Papiere. Der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum und der Karlsruher SC, die Einspruch gegen die Niederlagen in den Zweitliga-Spielen gegen den HSV eingelegt hatten, zogen diesen zurück.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link