Der ehemalige kolumbianische Fußball-Nationalkapitän Freddy Rincón ist nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus operiert und auf die Intensivstation gebracht worden. Sein Zustand sei „nach wie vor kritisch“, hieß es in einer Mitteilung der Clínica Imbanaco in der kolumbianischen Metropole Cali am Montag (Ortszeit). Zuvor hatte Dr. Laureano Quintero von der Clinica Imbanaco in Cali mitgeteilt, dass der 55 Jahre alte frühere Profi mit „schweren Kopfverletzungen“ in das Krankenhaus eingeliefert worden sei.

„Fuerza Freddy“ – Genesungswünsche aus aller Welt

Rincón und mehrere weitere Personen waren bei einem Unfall im Süden Calis verletzt worden, wie kolumbianische Medien unter Berufung auf Behörden berichteten. Demnach war der Wagen, in dem Rincón saß, mit einem Bus zusammengestoßen. Rincon sei fast drei Stunden operiert und anschließend in einem „sehr kritischen Zustand“ auf die Intensivstation verlegt worden, sagte ein Sprecher der Klinik.

„Fuerza Freddy“, schrieb Bürgermeister Jorge Iván Ospina auf Twitter. „Ganz Cali sendet all seinen Glauben und seine Energie für Deine baldige Genesung.“ Auch der spanische Rekordmeister Real Madrid bangte auf Twitter um die Gesundheit seines ehemaligen Spielers: „Unsere ganze Kraft und Zuneigung gilt Freddy nach dem Unfall heute“, schrieb der Verein.

Der 55-jährige Rincón gehört mit Carlos Valderrama und Faustino Asprilla zu der Generation herausragender Spieler, die sich dreimal hintereinander – 1990, 1994 und 1998 – für eine Weltmeisterschaft qualifizierte.

Berühmt wurde ein Treffer des Mittelfeldspielers bei der WM in Italien 1990 im Gruppenspiel gegen den späteren Weltmeister Deutschland. In der Nachspielzeit schoss Rincón den Ball zwischen den Beinen von Torwart Bodo Illgner hindurch ins Tor – zum 1:1. Dank des Treffers kam Kolumbien weiter. Im Klubfußball spielte Rincón unter anderem für América de Cali, Palmeiras São Paulo und den SC Corinthians, den SSC Neapel und Real Madrid.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link