Freddy Rincón, hier 1998 bei der Weltmeisterschaft in Frankreich

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Einst schoss er dem deutschen WM-Torhüter Bodo Illgner durch die Beine: Der frühere Kapitän der kolumbianischen Fußball-Nationalmannschaft, Freddy Rincón, erliegt nach einem Verkehrsunfall seinen Verletzungen.

Der frühere kolumbianische Fußballprofi Freddy Rincon ist tot. Der einstmalige Kapitän der Nationalmannschaft und ehemalige Spieler von Real Madrid und dem SSC Neapel erlag am Mittwoch in Cali im Südwesten Kolumbiens seinen schweren Kopfverletzungen infolge eines Verkehrsunfalls. Dies teilten die behandelnden Ärzte mit.

„Trotz aller Bemühungen unseres Ärzte- und Pflegeteams ist der Patient Freddy Eusebio Rincon Valencia heute gestorben“, hieß es in einer Mitteilung der Clinica Imbanaco in Cali.

Der 55 Jahre alte Rincon war am Montag nach einem Zusammenstoß in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden und knapp drei Stunden operiert worden. Es hatte zuvor einen heftigen Zusammenstoß eines Busses mit einem Lieferwagen gegeben, in dem er unterwegs war. Die genaue Unfallursache ist bislang unklar.

Rincon war in seiner aktiven Zeit als „Colossus“ bekannt. Der frühere Offensivspieler zählte zu den Stars der kolumbianischen Nationalmannschaft, die 1990 bei der WM in Italien in der Gruppenphase unter anderem auf den späteren Weltmeister Deutschland traf. Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit sorgte Rincon im Duell mit der DFB-Auswahl damals für ein 1:1.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link