Titelgewinner, die nicht jeder Fußballfan liebt: Spieler von RB mit dem Pokal

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Das Konstrukt RB Leipzig muss nicht jeder Fußballfan mögen, aber die Gesamtleistung verdient Anerkennung. Der Pokalsieg krönt eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Hätte es einen besseren Ort für die Krönung des Leipziger Fußballprojekts geben können als das Berliner Olympiastadion? Innerhalb von ein paar Tagen war genau dort zu besichtigen, was man mit viel Geld im Fußball bewerkstelligen kann. Wie die ortsansässige Hertha eindrucksvoll demonstriert hat, einen in Schwierigkeiten geratenen Verein mit viel Getöse und vollmundigen Versprechungen so nah an den Abgrund führen, dass der Absturz an diesem Montag fast schon unvermeidlich scheint. Oder mit viel Knowhow etwas ganz Neues aufbauen, die ganze Geschichte nach den ersten Erfolgen aber auch mit Weitsicht weiterführen.

Das Konstrukt RB Leipzig muss beileibe nicht jeder Fußballfan mögen, aber er sollte trotzdem eines nicht verlieren: Den Respekt vor der Gesamtleistung des Vereins. Geld, meistens das von anderen, hatten schon einige Vereine – dort aber ist nicht sehr viel dabei herausgekommen. RB Leipzig aber hat sich innerhalb von 13 Jahren in der Bundesligaspitze etabliert, war schon einmal der erste Bayern-Jäger, stand im Halbfinale der Champions League und hat nun im dritten Anlauf den Pokal gewonnen. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link