Spaniens Sportmedien hatten am Wochenende Schaum vorm Mund. „Mbappé wollte aus dem goldenen Käfig raus, seinen Traum erfüllen und bei Real Madrid spielen. Aber er zieht das Geld vor“, schimpften sie in der mitternächtlichen Diskussionsrunde bei Cadena SER, dem meistgehörten Radiosender des Landes. „Mbappé hat Real Madrid betrogen“, sagte ein anderer, „dieser Typ bleibt wegen der Kohle in Paris, wegen des Eiffelturms, er ist geldgierig“, fand ein Dritter im erfolgreichsten Sporttalk Spaniens.

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Und im Sportblatt AS, das seit einem Jahr von der längst abgesprochenen Verpflichtung Mbappés berichtet, spottete ein Kommentator: „Die einen wollen wegen ihrer sportlichen und menschlichen Größe in Erinnerung bleiben, anderen reicht es, dass niemand außer ihnen reicher ist in Paris.“ Grund des Ärgers: Kylian Mbappé schießt seine Tore künftig nicht für Real Madrid, sondern mindestens drei weitere Jahre für Paris Saint Germain.

Nach der von einem Feuerwerk eingerahmten Bekanntgabe der Entscheidung des 23-Jährigen durch PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi folgten drei Tore zum 5:0-Heimsieg gegen Metz. Zuvor soll Mbappé Madrids Klubchef Florentino Pérez per Textnachricht seine Entscheidung mitgeteilt haben, der daraufhin seinerseits lapidar geantwortet habe: „Mach’s gut!“.

Ablösefreier Transfer gescheitert

Die konkreten Summen, die Real dem Star geboten hat und wie viel er nun in Paris verdient, nennen die spanischen Medien, die sonst gerne jedes Gerücht weiterverbreiten, diesmal nicht. Aber natürlich ist davon auszugehen, dass der Pariser Klub in Händen der Investorgruppe Qatar Sports Investments (QSI) das Angebot Madrids deutlich überboten hat.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link