Ein unterhaltsames, abwechslungs- und temporeiches Spiel, vier Tore und ein Punkt, dank dessen die Rheinhessen in der Abschlusstabelle sogar noch vom neunten auf den achten Rang vorrückten: Der letzte Bundesligaspieltag hätte für den FSV Mainz 05 schlechter verlaufen können als mit diesem 2:2 gegen Eintracht Frankfurt. Auch wenn Trainer Bo Svensson zu Recht darauf hinwies, dass „wir ein paar Großchancen mehr hatten“. Alleine Jonathan Burkhardt hätte aus dem Unentschieden einen Sieg machen und es seinem Sturmkollegen Marcus Ingvartsen gleichtun können, der zweimal erfolgreich war.

Doch der U-21-Nationalspieler, mit elf Treffern bester Mainzer Torschütze der abgelaufenen Saison, blieb mit seinen Abschlüssen glücklos – und hatte dann noch Pech, dass ihm Schiedsrichter Martin Petersen das vermeintliche 3:2 aberkannte und diese Entscheidung nach Ansicht der Videobilder aufrechterhielt. Der Referee sah im Luftzweikampf zwischen Burkardt und Torwart Kevin Trapp ein Foulspiel des Angreifers, Trapp habe den Ball bereits in den Händen gehabt, als der Stürmer ihn attackierte. Eine fragwürdige Einschätzung, die an diesem Tag jedoch nicht mehr für großen Wirbel sorgte.

„Mit dem Unentschieden bleiben wir in der Heimtabelle auf einem Champions-League-Platz“, hob Sportdirektor Martin Schmidt hervor. Dass es unter dem Strich nicht wenigstens für die Conference League reicht, liegt an der mauen Auswärtsbilanz von lediglich elf Zählern, die nur die Spielvereinigung Greuther Fürth unterbietet. Doch Schmidt versprach Besserung: Nächste Saison werde die Mannschaft zu Hause performen wie gehabt, „und dann wollen wir auch auswärts ein paar Punkte mehr holen. Es lohnt sich mitzufahren…“

Standing Ovations für Brosinski

Dafür werde der Verein den Kader weiter verstärken, aus dem am Samstag vier aktuelle Spieler sowie der bereits im Januar ausgeschiedene Ádám Szalai verabschiedet wurden: Kevin Stöger, der in seiner zweiten Mainzer Spielzeit bei der starken Konkurrenz auf den Achterpositionen kaum zum Zug gekommen war. Jean-Paul Boëtius, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft und der sich mit dem Verein nicht über eine Verlängerung einig wurde. Jeremiah St. Juste, dessen Wechsel zu Sporting Lissabon rund zehn Millionen Euro bringt.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link