Angeführt von dem dreimaligen Torschützen Max Kruse hat der wie entfesselnd aufspielende VfL Wolfsburg den vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der Bundesliga gemacht. Die Niedersachsen ließen dem FSV Mainz 05 beim souveränen 5:0 (5:0) am Freitag keine Chance und machten sogar das bittere 1:6-Debakel nur sechs Tage zuvor bei Borussia Dortmund fast ganz vergessen. Als Tabellenelfter hat der VfL zum Auftakt des 31. Spieltags bei noch drei ausstehenden Spielen neun Punkte Vorsprung vor der Abstiegszone.

Kruse in seinem stärksten Spiel seit der Rückkehr nach Wolfsburg (8. Minute, 24./Foulelfmeter, 45.+2) und Jonas Wind (8., 42.) erzielten vor 19.055 Zuschauern die Tore für das Team von Trainer Florian Kohfeldt. Die in der ersten Halbzeit desaströsen Mainzer, die nach einer Roten Karte für Niklas Tauer (24.) lange in Unterzahl spielen mussten, warten hingegen seit fünf Spielen auf einen Sieg und sind mit 39 Punkten Neunter. Wolfsburg hat zwei Punkte weniger.

Mit der ersten gefährlichen Toraktion brachte Wind einen von Lukas Nmecha an den Pfosten gelenkten und zum Dänen abgeprallten Schuss mühelos im Tor unter. Es war der Start, den sich Kohfeldt gewünscht hatte. Der Cheftrainer setzte in der Startelf auf nur eine personelle Änderung: Statt des verletzten Innenverteidigers Maxence Lacroix rückte Jerome Roussillon in die Anfangsformation. Die Mainzer setzten im Vergleich zum 0:0 gegen den VfB Stuttgart auf zwei neue Gesichter. Leandro Barreiro ersetzte Dominik Kohr im defensiven Mittelfeld und Marcus Ingvartsen stand statt Karim Onisiwo im Angriff.

Ideenlose Mainzer überfordert

Der VfL zeigte nach der Klatsche im Ruhrpott die von Sportdirektor Marcel Schäfer geforderte „Antwort auf dem Platz“. Der im Winter von Union Berlin geholte Rotuinier Kruse (34) sorgte per sicher verwandeltem Strafstoß für das 2:0. Der Mainzer Tauer hatte zuvor Lukas Nmecha am Trikot gezogen und von einer klaren Torchance abgehalten. Nach Kontrolle per Videobeweis zeigte Schiedsrichter Harm Osmers Tauer noch die Rote Karte wegen einer Notbremse.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link