Manuel Neuer ließ sich auch von den kühlen Spritzern des Rasensprengers nicht von der konzentrierten Vorbereitung auf sein erstaunliches Kaltstart-Comeback im Tor des FC Bayern ablenken. Mit vollem Einsatz hechtete der Fußball-Nationaltorhüter am Montag nach den scharf geschossenen Bällen von Torwarttrainer Toni Tapolovic.

Auch Julian Nagelsmann verfolgte den finalen Härtetest seines Kapitäns beim Abschlusstraining im kühlen München warm eingepackt in Jacke, Wollmütze und Handschuhe ganz genau. Danach gingen bei Neuer und Nagelsmann die Daumen hoch. „Ja, Manu wird spielen können, wenn es über Nacht keine Reaktion im Knie gibt“, verkündete der Coach.

Angesichts der enormen Fallhöhe gegen die forschen Jung-Bullen von RB Salzburg muss Nagelsmann am Dienstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Amazon Prime Video) im Kampf um den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale gewisse Risiken eingehen. Und darum schiebt der 34-Jährige Leitfigur Neuer im bislang wichtigsten Spiel der Saison auf die Startrampe – und das nur vier Wochen nach einem operativen Eingriff am rechten Knie. „Ich bin sehr glücklich, dass Manu wieder spielen kann“, sagte Nagelsmann.

Thomas Müller hob die Wirkung hervor, die ein Torwart-Gigant wie Neuer gerade auf Salzburgs Angreifer ausüben kann, womöglich auch auf Nationalelf-Kollege Karim Adeyemi. „Wenn ein Manuel Neuer im Tor steht, haben die Gegner vielleicht ein anderes Mindset“, sagte Müller. Er meinte, frei übersetzt, Muffensausen beim Torschuss.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link