Wer kommt, wer geht, wer bleibt? Vor allem: Muss jemand überhaupt die Eintracht verlassen? Zur Wochenmitte waren es wieder mal die Namen der üblichen Verdächtigen, die die Runde machten und die immer dann genannt werden, wenn aus wirtschaftlichen Zwängen heraus längerfristige Bindungen gelöst werden könnten.

Markus Krösche, der Sportvorstand des Frankfurter Bundesligavereins, hat am Mittwoch in einer Medienrunde Klartext geredet und Stellung zu angeblich umworbenen Profis wie Martin Hinteregger, Filip Kostic, Daichi Kamada, Evan Ndicka und Djibril Sow bezogen. „Es gibt keinen Spieler, der nicht verkäuflich ist“, sagte Krösche in einem der Tagungsräume im Eintracht-Proficamp. Anders formuliert: Unverkäufliche Spieler gibt es nicht.

Seitdem Krösche im Sommer bei der Eintracht am Wirken ist, gleicht seine Arbeit einem Spagat. Was ist sportlich wünschenswert, was ist wirtschaftlich realisierbar? Mitte dieses Jahres, so hat es Vorstandssprecher Axel Hellmann im Interview mit der F.A.Z. Anfang April gesagt, wird die Eintracht bei der Bilanzpräsentation einen „operativen Verlust von über 70 Millionen Euro ausweisen“. Zahlen, die auch Krösches Arbeit beeinflussen, „denn Transfererlöse gehören zu unserem Geschäftsbetrieb, zu unserer Philosophie dazu“. Auf Teufel komm raus jedoch soll es keine Abgänge geben. „Eine interne Liste gibt es nicht. Wir geben keinen Spieler auf den Markt. Wir wertschätzen unsere Spieler.“

Organisch reifen, Schritt für Schritt. „Wir wollen jedes Jahr wachsen“, sagte Krösche im Tagungszimmer „Benfica Lissabon“, wohl wissend, dass „West Ham United“ treffender gewesen wäre. Doch den gibt es nicht. Dafür das ganz reale Halbfinale in der Europa League und zunächst das Hinspiel am 28. April im Londoner Olympiastadion, der Heimat der „Hammers“ genannten United-Profis. Über West Ham hat sich Krösche in den höchsten Tönen geäußert, von einer „brutal starken Mannschaft“ gesprochen, „physisch, durchsetzungsstark“ und mit einem „sehr guten Trainer“.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link