Mit eindringlichen Worten und Bildern hat der Präsident des ukrainischen Fußballverbands, Andrej Pawelko, auf die dramatische Lage in seinem Heimatland aufmerksam gemacht. Der 46-Jährige wurde am Mittwoch in Wien beim Kongress der Europäischen Fußball-Union (UEFA) über Video zugeschaltet: Er stand in einem von Bomben zerstörten Stadion im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw.

„Die ukrainische Fußballgemeinschaft rettet Menschenleben, rettet das Leben von Kindern“, sagte Pawelko. „Hinter mir sehen sie das Stadion, das getroffen wurde, sie sehen, dass das Spielfeld vollständig zerstört wurde. Wir wurden bombardiert, auch heute in der Region, hier sind Bomben eingeschlagen.“

Er habe nicht das „moralische Recht“, die Ukraine zu verlassen und zum UEFA-Kongress nach Wien zu reisen, sagte Pawelko der Übersetzung des Dachverbands zufolge. „Aber ich bin mir sicher, dass wir beim nächsten Kongress gemeinsam wichtige Dinge besprechen werden.“ Die UEFA hatte nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine alle russischen Klubs von den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Dennoch nahm auch eine Delegation aus Russland am Kongress teil.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link