Stromausfall, lange Spielverzögerung, Heimniederlage und dann auch noch ein mysteriöses Loch im Mittelkreis: Bei der 1:2-Heimniederlage der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Dänemark, das zuvor schon 2:1 bei Weltmeister Frankreich gewonnen hatte, ging so einiges schief. Nachdem die Partie mit 90 Minuten Verzögerung angepfiffen werden musste, sorgte nach dem Abpfiff ein tiefes Loch auf dem Spielfeld des Wiener Ernst-Happel-Stadions für Aufsehen.

Der dänische Stürmer Andreas Skov Olsen hatte das Loch im Mittelkreis nach dem Schlusspfiff entdeckt. TV-Bilder zeigten, wie er und einige seiner Mitspieler in das Loch im Mittelkreis stiegen, Skovs halber Unterschenkel verschwand darin. Es muss offenbar nach dem Schlusspfiff entstanden sein, denn während der Partie wäre es aufgefallen und hätte eine erhöhte Verletzungsgefahr dargestellt sowie für eine Unterbrechung gesorgt.

Vermutlich ist es eine Folge der schweren Regenfälle in der Nacht von Sonntag auf Montag. Dadurch sei der Grundwasserspiegel durch die nahe gelegene Donau angestiegen. Das Grundwasser hätte von unten auf die Spielfläche gedrückt, erklärte der Geschäftsführer des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), Bernhard Neuhold, am Dienstag. „Dadurch hat sich offensichtlich ein Hohlraum gebildet, der in diesem Loch gemündet hat.“

Aber nicht deshalb fühlte sich Ralf Rangnick „wie im falschen Film“. Vielmehr ärgerte den deutschen Teamchef der Österreicher die unglückliche Niederlage: „Wir hatten acht hochkarätige Chancen, die Dänen nicht halb so viele“, sagte der 63-Jährige, der trotzdem viel Lob für seine Spieler fand. „Wir haben in Sachen Energie und Power alles rausgehauen“. Der frühere Bundesliga-Profi Pierre-Emil Höjbjerg (28.) und Jens Stryger Larsen (84.) trafen für die Dänen, der Wolfsburger Xaver Schlager (67.) schoss den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link