Die Frankfurter Polizei will wegen des Fußballspiels der Eintracht gegen den Londoner Verein West Ham United am Mittwoch und Donnerstag mit deutlich mehr Einsatzkräften in der Stadt unterwegs sein als üblich. Vor allem am Donnerstag, wenn die Mannschaften aufeinandertreffen, soll die Präsenz erkennbar höher sein. Um 21 Uhr beginnt das Rückspiel in der Halbfinalrunde der Europa League. Beim Hinspiel hatte die Eintracht die Mannschaft von West Ham mit 2:1 besiegt. Ziel des Polizeieinsatzes ist es, Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Fans zu verhindern.

Beim Hinspiel in London war es im Stadion zu einzelnen Übergriffen durch West-Ham-Anhänger auf Frankfurter Fans gekommen. Feuerzeuge und Münzen wurden dabei gezielt in den Eintracht-Block geworfen. Auch zwei Reporter des Hessischen Rundfunks berichteten von Angriffen. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schilderte einer von ihnen, wie er „Faustschläge an den Hinterkopf, in den Nacken, in den Rücken“ bekommen habe. Außerdem sei ihm sein Headset vom Kopf gerissen worden.

Fan-Streit in Sevilla

Zu schweren Auseinandersetzungen zwischen West-Ham- und Eintracht-Fans war es zudem bereits im März gekommen. Damals spielten die beiden Mannschaften nicht gegeneinander, aber an aufeinanderfolgenden Tagen im spanischen Sevilla. Bei den Konfrontationen kam es zu mehreren Verletzten, die spanische Polizei nahm einige Randalierer fest.

Die Frankfurter Polizei hofft nun trotzdem auf einen friedlichen Verlauf des Fußballabends. Denn grundsätzlich gebe es keine tiefe Feindschaft zwischen den Frankfurter und den Londoner Fans. „In der Vergangenheit hatten wir schon Spiele mit deutlich mehr Konfliktpotential“, erklärt ein Sprecher der Polizei und nennt als Beispiel Partien gegen den belgischen Club Standard Lüttich oder gegen die Mannschaft von Lazio Rom mit ihren teilweise rechtsextremen Anhängern.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link