Die Rufe von Chelsea-Anhängern nach Roman Abramowitsch während der Solidaritätsbekundungen für die Ukraine haben Trainer Thomas Tuchel verärgert. „Das ist nicht der richtige Moment dafür“, sagte Tuchel. „Wenn wir Solidarität zeigen, dann sollten wir das alle gemeinsam tun“, fügte der Coach des Londoner Fußball-Erstligateams nach dem Vorfall vom Samstag hinzu.

In allen Premier-League-Stadien wurde am Wochenende vor dem Anpfiff der Ukraine gedacht und eine Minute lang applaudiert. Vor Chelseas Match in Burnley (4:0) störten mitgereiste Fans jedoch, indem sie im Stadion Turf Moor mehrfach lautstark den Namen des russischen Chelsea-Inhabers riefen. Burnley-Fans reagierten mit Buhrufen.

„Wir sollten zusammenstehen“

„Es ist nicht der Moment für andere Botschaften“, sagte Tuchel. „Es ist der Moment, um Respekt zu zeigen. Wir wollen das tun. Und als Verein ist es wichtig, dass unsere Fans bei dieser Minute Applaus mitmachen. Wir machen das für die Ukraine, und über die Situation dort gibt es keine zwei Meinungen. Wir sind in Gedanken bei ihnen, sie haben unsere Solidarität und wir sollten zusammenstehen.“

Der russische Milliardär Abramowitsch hatte vor kurzem angekündigt, den FC Chelsea nach fast 20 Jahren verkaufen zu wollen. Sein Schritt gilt als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und daher drohende Sanktionen für russische Oligarchen in Großbritannien.

Unter Abramowitsch, der umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro in den Klub gepumpt hat, erlebte Chelsea die erfolgreichste Zeit seiner Vereinsgeschichte. Dabei gewannen die „Blues“ insgesamt 19 Titel, darunter fünf Premier-League-Meisterschaften, zwei Champions-League-Triumphe und den Sieg bei der Klub-WM.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link