RB Leipzigs Trainer Domenico Tedesco hat Matchwinner Emil Forsberg nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale scherzhaft zum neuen „Zielspieler“ erklärt. „Ab sofort immer Flanke auf Forsberg“, gab der Coach nach dem 2:1 (0:1)-Sieg im Halbfinale am Mittwoch gegen Union Berlin als künftige Taktik aus. Der Schwede hatte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer geköpft, nachdem er erst in der 62. Minute für Dominik Szoboszlai eingewechselt worden war.

Forsberg selbst zeigte nach dem Spiel stolz auf sein Endspiel-Shirt. Dort stand weiß auf schwarz, was der schwedische Fußball-Nationalspieler seinem Club RB Leipzig gerade beschert hatte: Finale Berlin 2022. Schon im Vorjahr hatte Forsberg Leipzig nach Berlin geschossen. War es damals in Bremen noch die letzte Minute der Verlängerung, so ersparte er den Sachsen diese beim 2:1 (0:1) gegen Union Berlin durch seinen Kopfballtreffer in der Nachspielzeit. „Das war ja nichts Neues, das habe ich schon ein paar mal gemacht. Aber es ist immer noch ein unglaubliches Gefühl, das nimmt man für immer mit“, sagte der 30-Jährige.

In der Tat ist der im Winter 2015 aus Malmö zum damaligen Zweitligaklub Leipzig gekommene Forsberg der Mann für die besonderen Tore in der jungen Clubgeschichte. Diese wundersame Serie begann am 8. Mai 2016, als Forsberg RB gegen Karlsruhe in Führung schoss und damit den Weg zum Aufstieg ebnete. Gut ein Jahr später erzielte er den ersten Leipziger Treffer in der Champions League gegen Monaco, im November 2019 köpfte er den Club in der Nachspielzeit gegen Benfica Lissabon erstmals ins Achtelfinale der Königsklasse.

Dann kam Bremen und nun schließlich Union. Trainer Tedesco gab seinem Edeltechniker bei der Einwechslung in der 61. Minute noch ein wenig Motivation mit. „Ich habe ihm mit auf den Weg gegeben, dass er das Spiel entscheiden kann“, sagte Tedesco. „Aber so hätte ich das nicht erwartet.“

Zuvor war es Tedesco nicht leicht gefallen, den 30-Jährigen zunächst draußen zu lassen: „Emil ist seit sieben Jahren hier. Er ist eine Fahne, eine Legende. Und dann entscheiden zu müssen, dass er jetzt nicht spielt, weil Szobo einfach super drauf ist aktuell, ist schon schwierig.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link