Last-Minute-Wahnsinn und Tor-Garant Karim Benzema: Real Madrid hat das Traumfinale gegen den FC Liverpool in der Königsklasse perfekt gemacht. Mit zwei Treffern in den letzten Minuten durch Rodrygo und dem Elfmeter-Tor von Benzema in der Verlängerung versetzten die Königlichen dem englischen Meister mit Trainer Pep Guardiola am Mittwoch beim dramatischen 3:1 (2:1, 0:0) im Halbfinal-Rückspiel der Champions League den bitteren K.o. Damit steht Real erstmals seit 2018 wieder im Finale, und wieder heißt am 28. Mai in Paris der Gegner FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp. Man City, das im Hinspiel noch 4:3 gewonnen hatte, muss dagegen den Traum vom ersten Henkelpokal abermals verschieben.

Zweimal der für Toni Kroos eingewechselte Rodrygo (90. und 90.+1) rettete Real in die kaum noch möglich gehaltene Verlängerung, in der Benzema per Foulelfmeter für die Entscheidung sorgte (95.). Für den Franzosen war es bereits das 15. Königsklassen-Tor in dieser Saison. Dabei wähnte sich Man City nach dem Tor von Riyad Mahrez (73.) bereits klar auf Final-Kurs.

Damit kommt es wie 2018 zum Duell mit Liverpool. Damals hatten sich die Madrilenen in Kiew auch durch die Patzer von Loris Karius mit 3:1 durchgesetzt und zum 13. Mal den Titel geholt. „Wahnsinn“, sagte Kroos nach dem Abpfiff bei DAZN. „Schwer zu erklären“ sei das, was kurz vor Schluss noch passiert ist. „Das ist der Glaube, das ist das Stadion, die Kombination ist magisch.“

City ohne dominantes Angriffsspiel

Nach dem großen Tore-Spektakel im Hinspiel ging es im Estadio Santiago Bernabeu ähnlich weiter. Wie schon im Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain und im Viertelfinale gegen den FC Chelsea rissen Benzema und Co. noch ein verloren geglaubtes Spiel herum. Dabei erlebte City fast schon ein ähnliches Trauma wie einst die Bayern beim 1:2 gegen Man United mit zwei späten Toren im Finale von 1999. Dieses Mal hieß der Hauptdarsteller Rodrygo.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link