Die vier britischen Fußballverbände und der irische haben wie angekündigt vor Ablauf der Bewerbungsfrist am Mittwoch eine gemeinsame Bewerbung für die Ausrichtung der Europameisterschaft 2028 abgegeben. Die Europäische Fußball-Union UEFA will Anfang April die möglichen Kandidaten für das Turnier bekannt geben, das gemeinsam mit der Endrunde 2032 vergeben werden soll.

Weitere Interessenten für das Turnier in sechs Jahren sind die Türkei und Russland. Die britischen Verbände und Irland hatten zugunsten der EM-Bewerbung ihr Interesse an der Weltmeisterschaft 2030 aufgegeben und gelten als große Favoriten für das Turnier.

In einer von den fünf Verbänden verfassten Erklärung heißt es, „Fußball müsse alles tun, was möglich ist, um zu zeigen, wie unser Sport eine Kraft für das Gute sein kann – jetzt mehr denn je.“ Die Formulierung ist vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu lesen: Die Exekutive des russischen Fußball-Verbandes RFU hat am Mittwoch Bewerbungen für die EM-Endrunden 2028 und 2032 beschlossen.

UEFA schließt aus

Britische Medien hatten in den vergangenen Wochen berichtet, eine russische Bewerbung würde von der UEFA angesichts des Überfalls auf das Nachbarland nicht akzeptiert. Die UEFA hat russische Mannschaften von ihren internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.

RFU-Exekutivmitglied Sergej Anochin sagte am Mittwoch laut „Sport-Express“, der russische Verband habe Bewerbungen für mehrere Turniere beschlossen. Zudem nimmt der türkische Fußball-Verband ein weiteres Mal Anlauf auf die Gastgeberrolle für eine Europameisterschaft. Zuletzt war die Bewerbung für das Turnier 2024 derjenigen des Deutschen Fußball-Bunds unterlegen.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link