Nach dem Dortmunder Ärger über einen nicht gegebenen Strafstoß beim Bundesliga-Gipfel in München hat Schiedsrichter Daniel Siebert einen Fehler eingeräumt. „Strafstoß wäre die richtige Entscheidung gewesen“, sagte der Referee dem „Kicker“ am Sonntag. Beim Stand von 1:2 hatte Siebert nach einer Beinschere des Bayern-Abwehrspielers Benjamin Pavard gegen Jude Bellingham im Strafraum auf Weiterspielen entschieden.

„Im Laufduell zwischen Pavard und Bellingham setzt Pavard zur Grätsche an, um mit seinem rechten Bein den Ball vom Fuß zu grätschen. Dieser erste Versuch schlägt fehl, Pavard spielt den Ball nicht, sein Bein stellt stattdessen im Laufweg von Bellingham ein Hindernis dar. Regeltechnisch ist es ein Zufallbringen und damit ein Foul. Dass Pavard kurz danach den Ball berührt, ist irrelevant“, sagte Siebert nun nach Ansicht der Bilder.

Borussia Dortmunds Trainer Marco Rose hatte sich nach der Partie verärgert über die Situation gezeigt. „Ich kann jetzt natürlich auch einen Purzelbaum machen, dafür kriege ich aber auch keinen Elfmeter“, hatte der Coach gesagt. Die Dortmunder verloren 1:3. Schon im Hinspiel beim 2:3 zu Hause war die Empörung beim BVB über die Schiedsrichterleistung groß. Damals hatte Felix Zwayer den Bayern einen Strafstoß gegeben, den Dortmundern aber nicht. Anschließend war die Aufregung so groß, dass sich der Referee wochenlang zurückzog.

Auch bei einer weiteren strittigen Situation gestand Siebert, danebengelegen zu haben. Bei einem harten Einsteigen von Pavard gegen Julian Brandt hätte er „zwingend“ Gelb zeigen müssen, sagte der Schiedsrichter. „Das war der größte Fehler in diesem Spiel und über meine Bewertung dieser Szene ärgere ich mich sehr“, sagte der 37-Jährige. Pavard habe nur Brandts Knöchel getroffen. Er habe aber „im Spiel leider eine falsche Wahrnehmung“ gehabt. „Ich bin froh, dass Brandt weiterspielen konnte und sich offenbar nicht ernsthaft verletzt hat“, sagte Siebert.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link