Einen Tag nach dem sportlichen Erfolg auf dem Rasen durch das 3:0 gegen Hoffenheim hat Herthas Investor Lars Windhorst mit schweren Anschuldigungen gegen Präsident Werner Gegenbauer bei den Berlinern die Machtfrage gestellt. Ihm sei klar geworden, dass es nicht mehr möglich sei „unter der Führung von Herrn Gegenbauer als Team gemeinsam etwas zu erreichen“, sagte Windhorst am Sonntag dem TV-Sender „Bild“.

Gegenbauer gehe es nicht um Erfolg, sondern um „Machterhalt“. Der Hertha-Präsident behandele den Bundesligaklub wie ein „persönliches Spielzeug“, kritisierte Windhorst, der seit 2019 rund 375 Millionen Euro in die Hertha investiert hat. Fragen, die er schriftlich an die Finanzgeschäftsführung gestellt habe, „um zu verstehen, was mit dem Geld passiert ist“, seien noch nicht detailliert beantwortet worden. 

Es sei „schockierend, dass in so kurzer Zeit, so viel Geld, da verbrannt wurde“, sagte Windhorst, auch wenn Corona eine Rolle gespielt habe. Wenn man sich die Zahlen anschaue, sei klar, „dass der Verein definitiv neues Geld braucht, um zu überleben“. Bei einem Abstieg sei Hertha in „extrem großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten“. Neues Geld werde es von ihm nur unter einer anderen Führung geben, betonte Windhorst. Er habe damals „eine historische Chance gesehen“, sich an dem Klub in der Hauptstadt zu beteiligen und darauf gesetzt, „dass man kooperativ sei“ und an einem Strang ziehe: „Ich bin enttäuscht, dass das nicht funktioniert hat.“

Windhorst fordert Abwahl

Auch wenn er selbst nicht mehr mit Gegenbauer zusammenarbeiten wolle, werde die Tennor Group nicht ihr Investment aufgeben, versicherte Windhorst. Er sei „weiterhin fest entschlossen, alles dafür zu tun, damit auch mit Verzögerung und viel größeren Schwierigkeiten als erwartet das Investment noch ein Erfolg werden kann“.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link