Seinem Ruf als „Quälix“ ist Felix Magath bei seiner ersten Trainingseinheit bei Hertha BSC nicht gerecht geworden. Knallharte Konditionsarbeit gab es zunächst nicht, dafür aber Trainingsspiele um einen ersten direkten Eindruck von den Profis zu kriegen. Bei frühlingshaftem Wetter suchte der 68-Jährige am Dienstag nur selten den direkten Kontakt zu seinen Spielern und beobachtete eher.

Schon bei seiner Vorstellung am Montag hatte er über seine Beurteilung des Teams gesagt: „Ich bin kein Mensch, der nur auf die Entfernung Dinge beurteilt. Ich muss erst einmal mit den Menschen zusammenkommen – ich muss sie sehen, ich muss sie hören, ich muss sie riechen, ich muss sie fühlen. Dann kann ich eine Aussage treffen.“ Man darf davon ausgehen, dass Magath in den kommenden Tagen genau schauen wird, wem er die Mission Klassenverbleib zutraut und wem nicht.

Ein paar Minuten nach seiner Mannschaft hatte der neue Trainer des akut abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligateams am Dienstag den Platz betreten. Die Einheit begann mit rund 30 Minuten Verspätung und war nach knapp 90 Minuten beendet. Magath nahm sich noch Zeit für ein Selfie mit einem Fan und schritt von dannen.

Mit der Ernennung von Magath hatten Hertha und Geschäftsführer Fredi Bobic am Sonntag für eine faustdicke Überraschung gesorgt, sich aber auch viel Häme eingehandelt. Zuletzt hatte der 68-Jährige 2012 als Bundesliga-Trainer gearbeitet.

Hertha noch ohne Sieg in diesem Jahr

Sportlich muss die Hertha besser heute als morgen wieder in die Spur kommen. Unter Magaths glücklosem Vorgänger Tayfun Korkut gewann der Hauptstadtklub in diesem Jahr noch kein Spiel und rutschte auf den 17. Tabellenplatz ab. Es heißt mal wieder Kampf gegen den Abstieg im Westend. Am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) kommt der Tabellensechste von der TSG Hoffenheim ins Olympiastadion.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link