Ein bisschen sah es so aus, als würden sie abgeführt: Leichtgewichte in himmelblauen Hemden, fest im Griff des kantigen Sicherheitspersonals in orange und gelb leuchtenden Westen. Aber um ein Delikt handelte es sich allenfalls aus Liverpooler Sicht, nachdem sich Manchester City in einem fesselnden Showdown doch wieder die englische Meistertrophäe unter den Nagel gerissen hatte, zum vierten Mal in fünf Jahren und am Ende eines Spieltags, wie ihn dramaturgisch nur die Premier League zustande bringt.

Mit all ihrer Qualität auf der einen Seite, die zwischen Manchester und Liverpool, zwischen Pep Guardiola und Jürgen Klopp, einen Fußball-Dualismus für die Geschichte hervorgebracht hat, der diese beiden Teams seit ein paar Jahren wechselseitig zum Äußersten zwingt, aber auf der anderen Seite auch einem tief verwurzelten Außenseiterethos, das dazu führt, dass sich das Establishment seiner Sache keine Sekunde sicher sein kann.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link