Eine Woche nach ihrer Flucht aus der Ukraine hat die ukrainische Tennisspielerin Dajana Jastremska erst im Finale des WTA-Turniers von Lyon verloren. Sie unterlag der Chinesin Zhang Shuai 6:3, 3:6, 4:6: „Wenn mir Ukrainer zusehen, möchte ich ihnen sagen: Ihr seid so stark, ihr habt einen unglaublichen Spirit“, sagte die 21-Jährige unter Tränen. Jastremska hatte Odessa einen Tag nach dem Überfall Russlands mit ihrer 15 Jahre alten Schwester Ivanka verlassen. Ihre Eltern blieben in der Ukraine.

Nach der Provokation des russischen Turners Iwan Kuliak beim Weltcup in Doha hat der Weltturnverband FIG seine Ethik-Kommission zu einer Untersuchung des „schockierenden Verhaltens“ aufgefordert. Während der Siegerehrung nach dem Barren-Wettkampf hatte der 20-Jährige, als Dritter neben dem ukrainischen Sieger Illja Kowtun stehend, auf seinem Trikot ein aufgeklebtes „Z“ getragen. Das „Z“ steht für „Za pobyedu“ und bedeutet: „Für den Sieg.“ Es ist unter anderem auf russischen Panzern zu sehen. Die Duma-Abgeordnete Marija Butina rief alle Russen dazu auf, ein Z auf ihre Kleidung zu malen, um „unsere Armee und unseren Präsidenten zu unterstützen.“ Seit Montag dürfen Russen und Belarussen nicht mehr an Wettbewerben der FIG teilnehmen.

Der Formel-1-Rennfahrer Nikita Mazepin, bis zum Samstag Teamkollege von Mick Schumacher, hat sich über seine Entlassung durch den Rennstall Haas beklagt: „Ich bin sehr enttäuscht, dass mein Formel-1-Vertrag aufgelöst wurde“, teile der Russe via Instagram mit: „Ich verstehe die schwierige Situation, aber ich war bereit, alle Bedingungen der FIA (dem Automobil-Weltverband) zu akzeptieren, um weiter in der Formel 1 zu bleiben. Das wurde leider komplett ignoriert. Haas hatte zunächst die Trennung vom russischen Titel-Sponsor Uralkali bekannt gegeben. Mazepins Vater ist Miteigentümer des Unternehmens. Haas wird überwiegend vom amerikanischen Geschäftsmann Gene Haas finanziert.

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Die Europäische Fußball-Union hat beschlossen, die Werbung ihres ehemaligen Sponsors Gazprom, der nach Kriegsausbruch aus dem Kreis der Partner des europäischen Kontinentalverbandes verbannt wurde, teils durch Friedensbotschaften zu ersetzen. Von diesem Dienstag an soll vor den Champions-League-Spielen ein Banner zu sehen sein, das dem Wunsch nach Frieden Ausdruck verleiht. Außerdem wird während der Partien anstelle des Gazprom-Logos auf den Werbebanden am Spielfeldrand das Wort Frieden in englischer, russischer und ukrainischer Sprache aufleuchten.

Fußballtrainer Yuriy Vernydub, bekannt geworden durch den Sieg seines moldauischen Teams Sheriff Tiraspol in der Champions League bei Real Madrid vor einem halben Jahr, hat sich zum ukrainischen Militär gemeldet. Am Tag des russischen Angriffs war seine Mannschaft in Portugal gegen Braga im Elfmeterschießen aus der Europa League ausgeschieden. Vernydub wurde in der ukrainischen Stadt Schytomyr geboren: „Fußball ist mein Leben. Ich hoffe, dieser Krieg wird nicht lange dauern. Wir werden gewinnen und ich werde zu meiner geliebten Arbeit zurückkehren.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link