Der FC Chelsea hat derzeit wahrlich noch ganz andere Sorgen als die plötzlichen Probleme auf dem Fußballplatz. Der Champions-League-Gewinner 2021 steht zum Verkauf. Nach den Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch infolge des Ukrainekriegs soll der Klub bald einen neuen Besitzer bekommen. Interessenten mit dem nötigen finanziellen Budget gibt es einige, wobei Chelsea aufgrund der besonderen Umstände ein Schnäppchen werden könnte. Denn der Wert eines Klubs aus der englischen Premier League könnte nach Ansicht von Experten künftig stark steigen.

Tobias Rabe

Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

Dafür braucht es allerdings auch sportliche Erfolge. Ein neuer Pokal kam in dieser Saison schon dazu. Im Februar gewann die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel dank eines Strafstoßtores des deutschen Angreifers Kai Havertz das Finale der Klub-Weltmeisterschaft. Das Endspiel um den englischen Ligapokal dagegen ging in einem epischen Elfmeterschießen gegen Liverpool und Jürgen Klopp verloren. Zwei Optionen auf silverware, wie Trophäen in England gerne genannt werden, hat Chelsea noch. Die beste gibt es im FA-Cup. Am Ostersonntag geht es im Halbfinale gegen Crystal Palace.

Die Chance auf die Meisterschaft in der Premier League ist nicht mehr realistisch. Schon 14 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Manchester City und 13 auf Verfolger Liverpool sind selbst bei einem Spiel weniger kaum mehr aufzuholen. Mehr Hoffnungen machte sich der Titelverteidiger in der Champions League – bis zu einem bitteren Mittwochabend im eigenen Stadion an der Stamford Bridge im Londoner Stadtteil Fulham. Doch nach dem 1:3 im Hinspiel des Viertelfinales gegen Real Madrid ist die Ernüchterung bei Tuchel und Co. groß und die Hoffnung auf den Titel klein.

„Wie oft kommt das vor?“

Das lag zum einen am erschreckenden Auftritt der „Blues“, zum anderen aber auch an einem, der schon Paris Saint-Germain in der Runde zuvor kräftig geärgert hatte. Wie im Rückspiel im Achtelfinale erzielte Real-Stürmer Karim Benzema innerhalb kurzer Zeit drei Treffer. Vor einem Monat braucht er gegen den Klub aus seinem Heimatland 17 Minuten, nun ließ er sich 25 Minuten Zeit, unterbrochen von der Halbzeitpause. Davor hatte der Franzose zwei technisch hochwertige Kopfbälle ins Tor von Chelsea gesetzt (21. und 24. Minute), später nutzte er einen haarsträubenden Abwehrfehler (46.).

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link