Als sich an diesem berauschenden Fußballabend nach dem Schlusspfiff die Gefühle vollends Bahn brachen und Tausende von Fans auf den Platz stürmten, hielt es auch Adi Hütter, mit den Gladbachern Gegner am Sonntag in der Bundesliga (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN), im Frankfurter Stadion nicht mehr auf seinem Sitz. Der Trainer also, der einst bei der Eintracht aus Überzeugung die Entscheidung traf: „Tuta ist der designierte Nachfolger von David Abraham.“

Ein junger Brasilianer als Ersatz für den erfahrenen Argentinier, den langjährigen Eintracht-Kapitän, der seine Karriere in Frankfurt im Januar 2021 beendet hat? Der Plan ging auf – und auch als es jetzt im entscheidenden K.-o.-Spiel gegen West Ham United darauf ankam, nicht nur rechts hinten, sondern auch zentral in der Mitte stets auf Ballhöhe zu sein, erfüllte der mittlerweile 22 Jahre alte Tuta diesen Auftrag mit Bravour. Doch nicht nur er allein.

Oliver Glasner, der aktuelle Trainer der Eintracht, musste in diesem emotional hoch spannenden Halbfinalduell gegen die Engländer früh seine Defensive umkrempeln. Weil sein österreichischer Landsmann und Abwehrchef Martin Hinteregger verletzungsbedingt schon von der siebten Minute an nicht mehr spielen konnte und aufgrund der Schwere der Muskelblessur in dieser Saison überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommt, beorderte Glasner den vielseitigen Tuta ins Zentrum.

Längst gibt es Interessenten

Einwechselspieler Almamy Touré rückte auf rechts – und Evan Ndicka blieb dort, wo er der Eintracht seit vielen Jahren schon ein Garant für großartige Arbeit ist. Der Franzose passte auf, dass die früh wegen eines Platzverweises nur zu zehnt spielenden Engländer auf links nicht zur Entfaltung kamen. Ndicka machte dies so gut und verlässlich und mit einer Präzision, dass es schwer sein könnte, ihn längerfristig im Dress der Eintracht zu sehen.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link