Klub der Wunder, das ist die Eintracht irgendwie schon immer gewesen. Klassenverbleib im Herzschlagfinale gegen Kaiserslautern, Aufstieg im Kopfballfinish gegen Reutlingen, Relegationserfolg beim Nervenkitzel in Nürnberg – und nun dies: Finale in der Europa League, der nächste Kracher für die Hessen. Eintracht Frankfurt gegen die Glasgow Rangers, Tradition trifft Tradition.

Es ist ein Spiel wie gemalt – wie auch die Europa League für die Eintracht geschnitzt ist. Immer wieder Donnerstags entfaltet diese Mannschaft ihr unglaubliches Potenzial. Was in der Bundesliga in dieser Saison nur mäßig geglückt ist, gelingt den Spielern von Trainer Oliver Glasner in schöner Regelmäßigkeit. Zwölf Spiele in Europa, keine einzige Niederlage: Dass die Eintracht jetzt wirklich am 18. Mai (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei RTL) im Finale von Sevilla steht, ist mehr als verdient. Es ist die Frucht einer großartigen Gemeinschaftsleistung.

Mögen der FC Barcelona oder West Ham United auch die zum Teil besseren Einzelspieler haben: Entscheidend ist dies nicht. Es ist das Team, das zählt und das in dieser herausragenden Kampagne immer wieder geschafft hat, mit Wille und Wucht, Herz und Leidenschaft die Grenzen ihrer Möglichkeiten auszuloten.

Es stehen nicht viele Pokale in der Vereinsvitrine im Eintracht-Museum. Als der erste und bis heute einzige Coup in Europa glückte, waren die Spieler von heute noch gar nicht auf der Welt. 1980, zwei Endspiele gegen Borussia Mönchengladbach: Damals war es Fred Schaub, der mit seinem spät erzielten Tor für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte sorgte. UEFA-Pokalsieger Eintracht Frankfurt.

Olympiakos Piräus (2:1, 3:1): Jakic gibt sich unüberwindlich.



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So kam die Eintracht ins Finale

42 Jahre später bietet sich dem mittlerweile auf 100.000 Mitglieder angewachsenen Klub eine weitere Sternstunde, um Geschichte zu schreiben. Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt?

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link