Den Platzsturm „light“ bekamen sie schnell in den Griff, danach begann endgültig die rauschende und lange Köpenicker Europa-League-Nacht mit Bier und Duschen für den Erfolgscoach Urs Fischer noch auf dem Platz. Ehrenrunde, Singen und Hüpfen mit den Fans, Feiern mit der Familie – die Profis des 1. FC Union genossen nach dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte jeden Moment.

„Jetzt stehst du da, bist Fünfter nach 34 Spieltagen, es tut mir leid, dass mir noch kein Wort eingefallen ist, dass diese Situation beschreibt“, sagte Fischer und meinte, dass die Ferien ab Sonntag gut tun: „Dann habe auch ich ein bisschen Zeit zu verstehen, was geschehen ist.“ Kaum ausgesprochen, stürmte die Mannschaft rein und begoss Fischer abermals mit Bier, dem dann auch ein paar Wörter zur Einordnung einfielen: „Wahnsinn, fantastisch, außergewöhnlich.“

„Das muss man auch genießen, sagte Torschütze Grischa Prömel nach seinem letzten Spiel für die Berliner: „Gefühle rauslassen, Emotionen freien Lauf lassen, sich tragen lassen von den Fans und alles aufsaugen, was noch geht. Was Union vorlebt, gibt es ganz, ganz selten.“ Erst recht, weil sie am Samstag auch kurzzeitig zittern mussten. Der befreiende Treffer zum 3:2 (2:0) am finalen Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum fiel erst in der 88. Minute.

Mit dem sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen sicherte sich der Aufsteiger von 2019 sensationell den fünften Platz in der Tabelle der Fußball-Bundesliga, nur der FC Bayern, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig sind noch vor ihnen. „Sie haben etwas überragendes erreicht“, sagte Bochums Coach Thomas Reis Richtung Fischer und Union.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link