Champions-League-Kandidat Bayer Leverkusen ist im Westduell beim VfL Bochum nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane trennte sich am Sonntag in einer ausgeglichenen Partie 0:0 vom Revierklub. Die Rheinländer bleiben allerdings auch ohne Sieg Tabellendritter und haben die Qualifikation für die Königsklasse weiter selbst in der Hand. Ein Elfmetertor von Moussa Diaby in der 65. Minute zählte nicht, weil der 22 Jahre alte Leverkusener bei der Ausführung ausrutschte und sich selbst anschoss.

Bochum machte im ersten Heimspiel seit der wegen eines Becherwurfs abgebrochenen Partie gegen Borussia Mönchengladbach vor 25.000 Zuschauern im Ruhrstadion einen weiteren Schritt Richtung Klassenverbleib. Mit nun zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz kann der Aufsteiger für ein weiteres Jahr in der Fußball-Bundesliga planen.

Mit einem großen Plakat „Sieg oder Becherwurf“ nahmen die Leverkusener Fans noch einmal Bezug auf den Skandal am 18. März. Der VfL hat zusätzliche Videotechnik installiert, um potentielle Täter in Zukunft schnell zu überführen. Zudem wies auch der Stadionsprecher noch einmal auf das Thema hin, dass das Werfen von Getränkebechern nicht zur Fankultur gehöre. Dafür gab es Applaus von den Rängen.

Auf dem Platz, wo sich der Anpfiff wegen zahlreicher Leuchtfackeln in der Bayer-Kurve leicht verzögerte, brauchten beide Teams kaum Anlaufzeit. Sowohl Bochum als auch Leverkusen suchten den schnellen Weg nach vorne und hatten früh erste Strafraumaktionen. Wirklich gefährlich wurde es jedoch zunächst nicht. Nach einer halben Stunde verletzte sich Leverkusens deutscher Nationalspieler Jonathan Tah. Für den Innenverteidiger kam Mitchel Bakker in die Partie.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link