Die Wolfsburger Fußballerinnen zogen sich ihre weißen Pokalsiegshirts über und läuteten zu Kölner Karnevalsmusik die vermutlich lange Party ein. Schon wieder! Dank des deutlichen 4:0 (3:0) im Pokal-Finale gegen Turbine Potsdam machte das VfL-Team von Trainer Tommy Stroot das Double perfekt und egalisierte den bisherigen Rekord des 1. FFC Frankfurt mit insgesamt neun Titeln in diesem Wettbewerb. „Man muss irgendwann auch heiser sein und erst im Hellen nach Hause gehen. Das ziehen wir auch heute so durch“, sagte Torhüterin Almuth Schult bei Sky, die einen emotionalen Abschied erlebte.

Die 31-Jährige, die zur kommenden Saison in die USA wechselt, genoss die Party in den Reihen ihre Teamkolleginnen sichtlich. „Das bedeutet sehr, sehr viel. Diese Mannschaft hat gezeigt, was diese Saison möglich war“, sagte Schult. „Man muss das alles mitnehmen.“

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Vor 17.531 Zuschauern in Köln sorgten Ewa Pajor (11./33.), Jill Roord (42.) und Dominique Janssen (69.) am Samstag für den achten Pokaltriumph der Norddeutschen in Serie. „Das ist ein wunderschönes Gefühl“, sagte Pajor in der ARD. „Wir schreiben die Geschichte weiter.“ Stroot fügte an: „Wir sind in der Rückrunde in einen Flow gekommen, der so nicht planbar war.“ Das Team werde „den Abend richtig genießen“.

Dagegen muss Turbine Potsdam weiter auf den ersten großen Erfolg seit der Deutschen Meisterschaft im Jahr 2012 warten. „Wir sind alle sehr enttäuscht. Ich muss sagen, dass ich so ein hohes Ergebnis nicht erwartet habe. Wir sind sehr traurig“, sagte Potsdams Sara Agrež bei Sky. Ihr Trainer Sofian Chahed äußerte in der ARD: „Am Ende hat die Erfahrung gesiegt.“

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link