Die Dortmunder Abwehrspieler kratzen sich vermutlich heute noch peinlich berührt am Kopf, wenn sie an das Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde im vergangenen Februar denken. Aus Schottland waren die Glasgow Rangers angereist, die in einer Gruppe mit Olympique Lyon, Sparta Prag und Bröndby IF so ihre Mühe hatten, sich überhaupt für die nächste Runde zu qualifizieren.

Der Kaderwert der Rangers beträgt zudem weniger als ein Viertel des addierten Marktwertes der Dortmunder. Auf dem Papier war es also eine klare Angelegenheit aus Sicht der Borussia. Doch zwischen der 38. und 54. Spielminute schossen die Gäste vier Tore, der BVB verlor das Spiel am Ende mit 2:4. Im Rückspiel reichte den Rangers dadurch ein Unentschieden, um die Sensation perfekt zu machen und anstelle der klar favorisierten Dortmunder ins Achtelfinale einzuziehen.

Einziger Auswärtssieg in Dortmund

Was die Sache aus heutiger Sicht umso interessanter macht: Auswärts sind die Rangers in dieser Europapokal-Saison eigentlich nicht besonders stark. Auf ihrem Weg ins Finale gegen Eintracht Frankfurt an diesem Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei RTL) überwanden sie im Achtelfinale Roter Stern Belgrad, im Viertelfinale Sporting Braga und im Halbfinale RB Leipzig – doch auswärts verloren sie gegen alle drei Gegner.

In allen Fällen waren es die Begegnungen vor den heimischen Fans im Ibrox Stadium, die ihnen den Einzug in die jeweils nächste Runde sicherten: 3:0 gegen Belgrad, 3:1 nach Verlängerung gegen Braga, und auch Leipzig bezwangen sie in Glasgow 3:1, obwohl Trainer Giovanni van Bronckhorst in diesem Spiel sogar auf seine beiden besten Torjäger verzichten musste.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link