Felix Magath redete sich in Rage. Er ließ keinen Zweifel daran, wen er bei der Hertha nach einer enttäuschenden Niederlage und eine Woche vor dem Stadtderby in der Verantwortung sieht. „Ihr habt euch selbst in diese Situation gebracht, ich war das nicht“, rief Magath seinen Profis am Morgen nach dem 1:2 bei Bayer Leverkusen auf dem Trainingsplatz zu.

„Ihr müsst euch da auch selbst wieder rausholen“, forderte der Hertha-Chefcoach, der während seiner Ansprache immer lauter wurde. Mit Blick auf das Derby gegen den Stadtrivalen Union am kommenden Samstag (18.30 Uhr/im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) und die darauf folgenden Spiele gegen drei Konkurrenten im Abstiegskampf sagte Magath: „Packt diese Chance!“

Ein großer Teil der guten Stimmung nach dem 3:0 gegen Hoffenheim zum Magath-Auftakt ist im Westend schon wieder verflogen. Vorerst fielen die Berliner auf einen direkten Abstiegsplatz zurück, im Abstiegskampf treten sie im Endspurt noch gegen die unmittelbare Konkurrenz aus Bielefeld, Stuttgart und Augsburg an.

Tugenden im Existenzkampf

Nach neuneinhalb Jahren saß Magath, der sein erstes Spiel wegen einer Corona-Infektion aus dem Homeoffice gecoacht hatte, wieder auf der Trainerbank in der Bundesliga. Er musste in Leverkusen erkennen, dass seine Mannschaft die Tugenden im Existenzkampf noch nicht angenommen hat.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link