Ein Fußballfest für Fans und Freunde. Genau dies soll der „Hinti-Cup“ in Kärnten sein, geplant für vier Tage vom 16. bis 19. Juni. Schauplatz: Schloss Albeck, Perle des Gurktals, in Martin Hintereggers österreichischem Heimatdorf Sirnitz. 277 Menschen leben dort. Jeder kennt jeden. Und natürlich kennt der Eintracht-Profi Hinteregger auch Heinrich Sickl.

Mit ihm war Hinteregger bis Donnerstag geschäftlich verbandelt. Gemeinsam hatte das Duo mit einer Gastronomin die „Hinti Event GmbH“ gegründet und das Turnier geplant, bei dem „wir in Sirnitz meine zwei Welten, meine zwei Herzen feiern wollen. Wir alle gemeinsam verbringen ein lässiges und noch nie dagewesenes Wochenende im Zeichen des Fußballs, der geilsten Musik sowie der länderübergreifenden Verbundenheit“, schreibt Hinteregger auf der Homepage der Veranstaltung.

Recherchen aus Österreich

„Lässig“, cool und ausgelassen? Wohl kaum, denn der Ärger ist riesengroß. Recherchen des österreichischen Journalisten Michael Bonvalot haben ergeben: Hintereggers Geschäftspartner Sickl soll ein „überaus bekanntes Gesicht der österreichischen Rechtsaußen-Szene“ sein. Demnach soll Sickl schon in seiner Jugend Verbindungen ins extrem rechte Milieu gehabt haben.

In den vergangenen Jahren zeigte sich der ehemalige Grazer FPÖ-Gemeinderat laut Recherche als Unterstützer der neurechten Identitären Bewegung, soll unter anderem bei Aufmärschen im Ordnungsdienst mitgearbeitet, der Gruppe Räumlichkeiten vermietet und auch Geld gespendet haben. Auch soll Sickl als Vorsitzender des „Freiheitlichen Akademikerverbands“ gemeinsam mit dem rechtsextremen „Institut für Staatspolitik“ von Götz Kubitschek, einer zentralen Figur der Neuen Rechten, Veranstaltungen organisiert haben.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link