Axel Witsel hat Borussia Dortmund vor einem Patzer in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Rückstand des BVB auf Rekordmeister FC Bayern auf vier Punkte verkürzt. Der Belgier erzielte beim mühevollen 1:0 (0:0) beim coronageplagten FSV Mainz 05 das Siegtor in der 87. Minute und erlöste damit die Mannschaft von Cheftrainer Marco Rose nach einem schwachen Auftritt. Mit dem jüngsten Minimalismus beim 1:0 gegen Arminia Bielefeld und nun in Mainz brachte sich Dortmund aber vor den Augen von Bundestrainer Hansi Flick und DFB-Präsident Bernd Neuendorf wieder auf Kurs.

Topstürmer Erling Haaland wurde nach Verletzungspause erneut nur eingewechselt. Von seiner Gala-Form aus dem bisherigen Saisonverlauf ist der Norweger noch weit entfernt, wie beim Nachholspiel zu sehen war. Mainz trotzte nach zwei Wochen coronabedingter Pause zwar den äußeren Umständen, wurde vor 25 000 zugelassenen Zuschauern aber nicht mit einem Remis belohnt. Es war die erste Heimniederlage für Mainz seit Oktober letzten Jahres.

Zur ungewöhnlichen Zeit für die Bundesliga am Mittwochabend um 18.30 Uhr kam es zu einem Duell, das beide Verein gerne an einem anderen Termin gespielt hätten. Die Mainzer, weil sie nach 20 Corona-Fällen (14 Aktive) größtenteils frisch aus der Quarantäne kamen. Die Dortmunder, weil sie eigentlich fix mit dem Europa-League-Termin am Donnerstag geplant hatten, bevor sie vor ein paar Wochen an den Glasgow Rangers scheiterten und nach DFB-Pokal und Champions League die nächste Titelchance leichtfertig verspielten.

Ohne den kranken Marco Reus und ohne Mats Hummels – Rose sprach von einem „beklemmenden Gefühl in der Brust“ nach einer Corona-Infektion – sowie zunächst ohne Toptorjäger Haaland machte der BVB in Halbzeit eins gar keine gute Figur. In Abwesenheit vieler Stammspieler fehlten nicht nur Tempo und Ideen, sondern auch die nötige Durchschlagskraft, um die Gastgeber überhaupt einmal vor ernste Probleme zu stellen.

Für BVB-Stürmer Erling Haaland reichte es gegen Mainz noch nicht für die Startelf.



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Witsel rettet BVB
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Mühevolles 1:0 bei coronageplagten Mainzern

Ein einziges 50-Meter-Solo des Mainzers Anton Stach (16.) erzeugte mehr Überraschungsmoment als die Borussia in den kompletten ersten 45 Minuten. Gestoppt wurde Stach erst von Emre Can, der sich nach einem herausragenden Tackling vor der BVB-Fankurve aufbaute und feiern ließ. Jonathan Burkardt (27.) hatte eine weitere gute Chance für die Rheinhessen, doch es blieb vor der Pause beim torlosen Remis. Stattdessen gab es nur ein Handgemenge und jede Menge Hektik, doch Referee Sascha Stegemann verzichtete auf drastischere Konsequenzen.

Quelle: FAZ Sport – Webseiten-Link